Staffelsensation überstrahlt Bayrische Meisterschaften

Enttäuschungen, Schrecksekunden und dann doch der große Triumph. Die Gefühlswelt der Leichtathleten vom TuS Geretsried und Trainer Mirko Naumann wechselten von Frust und Anspannung bis zur totalen Euphorie. Die Bayrischen Meisterschaften in Augsburg verliefen nicht für alle rund. „Ich kam von Anfang an nicht ins Rennen und habe nicht die richtige Position gefunden. Ein Tag zum Vergessen“, gab sich 800-Meter-Läufer Julian Meyer enttäuscht. Der 19-Jährige blieb mit 2:02 Minuten deutlich hinter seiner Bestzeit. Einen ganz starken Auftritt zeigte dagegen Dreispringer Florian Chudalla. Der 15-Jährige steigerte seine Bestleistung auf 11,79 Meter und belegte Platz sieben. „Das Potenzial für zwölf Meter ist definitiv da“, sagte Naumann erfreut.  Viel vorgenommen hat sich auch Sprinter Luis Haimerl. Mit 11,31 Sekunden erreichte er das Finale problemlos. „Leider hat dann der Start nicht gepasst“, haderte Naumann. Der 18-Jährige lief in 11,44 Sekunden jedoch noch auf Rang sechs. Die 17-jährige Sophia Leckenwalter verpasste auf gleicher Strecke bei starkem Gegenwind den Endlauf mit 13,35 Sekunden. Probleme mit den Bedingungen hatte auch Luisa Spitzley. „Bei drehenden Winden hatte sie nur einen gültigen Versuch und der reichte nicht für den Endkampf“, so Naumann.

Dass aber beide zu Spitzenleistungen fähig sind, zeigten sie in der 4×100-Meter-Staffel eindrucksvoll. Zusammen mit Katharina Vogel und Franziska Aderbauer vom TSV Peißenberg gelang der ganz große Coup. Dabei stand die „Startgemeinschaft Ammer-Isar-Loisach“ zunächst unter einen schlechten Stern. „Wir hatten Formprobleme und die geplanten Staffeltrainings konnten nicht stattfinden“, erklärte Naumann. Kurz vor Start der nächste Schock, denn die Startgemeinschaft hatte keine einheitliche Wettkampfkleidung dabei. „Wir wollten schon in der Stadt schnell Sachen kaufen, aber dann haben wir doch noch genug gleiche Trikots gefunden“, so Naumann. Der Stresspegel war schon vor dem Start weit oben, doch die U20 Staffel lief wie entfesselt.„ Alle waren nervös, aber die Mädels haben das super gemacht. Auch die Wechsel waren super“, jubelte Naumann. Ein echter Paukenschlag, denn die Zeit von 49,48 Sekunden reichte nicht nur für Gold, sondern löste auch das Ticket zu den Deutschen Meisterschaften.