Länderkampf Brixen: Xaver Seelos stürmt mit dem Team Bayern auf das Podest

Der Länderkampf im italienischen Brixen ist für junge Sportler oftmals die erste Möglichkeit,an einem prestigeträchtigsten internationalen Wettbewerb teilzunehmen. Xaver Seelos hatte die Ehre, das Team Bayern über die 400-Meter-Hindernis zu vertreten. Der 17-jährige Athlet vom TuS Geretsried konnte dabei trotz nasskaltem Regenwetter in einer Zeit von 57,94 Sekunden seinen Teil dazu beitragen, dass Team Bayern letztlich den zweiten Platz in der Männer-Wertung und den dritten Platz in der allgemeinen Wertung belegte.

Insgesamt waren 16 Teams aus Deutschland, Italien und Slowenien vertreten. Dass sich der Länderkampf in Brixen enorm von den gewöhnlichen Wettkämpfen einer Saison unterscheidet, bekam Xaver Seelos schon weit vor seinem Start zu spüren. So gabes beispielsweise am Morgen des Wettkampftages eine kleine Zeremonie. „Bei der Eröffnungsfeier durfte ich die bayerische Fahne tragen“, freute sich der Athlet über den guten Start in den Tag. Nur angenehme Seiten hatte der herausfordernde Tag allerdings dann auch nicht. Zum einen war das Wetter nicht italienisch-warm, sondern ziemlich kühl und regnerisch und zum anderen verzögerte sich der Start um eine gute halbe Stunde. „Ich musste 35 Minuten im Callroom warten, bis es endlich losging“, erinnert sich der Hürden-Läufer. Der Weg zum Startblock brachte zusätzlich seine Tücken mit sich. „Ich kann ja kein Wort italienisch und habe also ziemlich lange gebraucht um meine Bahn zu finden“, erklärte er schmunzelnd. Letztlich behielt der Athlet jedoch die Nerven, meisterte die Hürden souverän und kam in 57,94 Sekunden ins Ziel. „Sehr zufrieden bin ich nicht, aber das Wetter und der Callroom waren ein bisschen nervig und ich war auch irgendwie nicht so spritzig“, haderte der 17-Jährige, nachdem er eine gute Sekunde über seiner Bestzeit blieb. Alles in allem durfte sich der junge Sportler dennoch über die grandiose Erfahrung und die glänzende Platzierung mit dem bayerischen Team freuen. Die Saison wird sicherlich auch noch bessere Möglichkeiten bieten, um die eigene Bestmarke weiter zu drücken. Man muss für gutes Wetter schließlich nicht zwangsläufig nach Italien fahren.