TuS Leichtathletik Nachrichten

Sportabzeichen-Event im Isarauenstadion

Am 25. August trugen wir zum ersten Mal ein Sportabzeichen-Event im Isarauenstadion aus. Bei schönem Wetter und einer hervorragenden Atmosphäre absolvierten top motivierte Sportler aus den verschiedensten Altersgruppen das Deutsche Sportabzeichen.

Der Vormittag begann mit einer feierlichen Verleihungen der Sportabzeichen 2019 und 2029, die von Bürgermeister Michael Müller
verliehen wurden. Direkt im Anschluss ging es für die Teilnehmer von Station zu Station, wo die unterschiedlichsten Disziplinen absolviert werden konnten. Egal ob beim Hochsprung, Schleuderball oder Ausdauerlauf – bei der vielfältigen Auswahl kamen alle Sportler auf ihre Kosten. Dabei konnten die Sportabzeichen-Absolventen mit den anderen Sportlern messen oder sich einfach über persönliche Erfolge freuen.

Nachdem das Stadionsportfest und der Stadtlauf (in seiner gewohnten Form) nicht stattfinden konnte, war das Sportabzeichen-Event gleichermaßen eine lang ersehnte Veranstaltung, bei der alle Leichtathletik-Gruppen zusammentreffen konnten. So versammelten sich Sportabzeichen-Gruppe, das Ultimate-Team „Friss die Frisbee“ sowie die Leichtathleten aller Altersgruppen. Mit dabei waren zudem einige ehemalige Athleten und Eltern. Nach den Motto „back to the roots“ sind hier sicherlich
einige Erinnerungen wach geworden. Es war ein Tag des Sportes, der nach der langen Corona-Pause sicherlich positiv in Erinnerung bleibt
und definitiv nicht zum letzten Mal stattgefunden hat.

Ultimate-DM: Ge-Rey mit Happy-End nach Achterbahn-Wochenende

Endlich wieder Erste Liga! Nachdem die Meisterschaftsrunde im Vorjahr der Corona-Pandemie zum Opfer gefallen war, wurde es für das Team Ge-Rey (bestehend aus Friss die Frisbee Geretsried und den Ratisbona Eagles) nun wieder ernst.

Allerdings war beim Turnier in Karlsruhe schon im Vorfeld klar, dass sich die nervenaufreibenden Schlachten von vor zwei Jahren nicht wiederholen werden, als das Team nach hartem Kampf den Klassenerhalt sicherte. Aufgrund der Corona-Pandemie und der schwierigen Vorbereitung gab es schließlich keine Absteiger. Eine Situation, in die Ge-Rey erst mal hineinfinden musste. Demnach misslang der Auftakt gegen das Team „Hardfish“ aus Hamburg, zumal vor allem die Defensivleistung noch nicht entschlossen genug war. „Uns hat meiner Meinung nach der Wille gefehlt. Da mussten wir erst mal realisieren, dass wir auf einer Deutschen Meisterschaft sind“, hadert der Geretsrider Frisbee-Spieler Michael Leinauer mit der 10:15-Niederlage. Allerdings zeigte die Geretsried&Regensburg-Kombi eine starke Reaktion und gewann das zweite Match gegen die „Goldfingers Potsdam“ mit 15:12. „Wir konnten durch eine starke Defense gleich mit 4:0 davon ziehen. Zwischendurch war die Offense ein bisschen zu flapsig, wodurch die Potsdamer wieder herangekommen sind. Wir konnten unseren Vorsprung dann aber noch zum Sieg bringen“, so Leinauer. Das letzte Samstag-Match gegen die „Gummibärchen“ aus Karlsruhe sorgte dann jedoch wieder ein wenig für Ernüchterung. „Das Spiel war von vielen Fehlern beider Seiten geprägt. Die Defenses waren immer nah dran und haben es den Offenses schwer gemacht. So wurden viele Turns (Scheibenverluste) generiert, wozu noch viele individuelle Fehler kamen. Unsere langen Würfe sind nicht angekommen und die Gummibärchen machten ein paar weniger Fehler“, analysiert der Geretsrieder die 9:15-Niederlage.

Am Sonntag galt es dann zu zeigen, dass Ge-Rey mehr drauf hat, als es die Achterbahnfahrt vom Vortag gezeigt hat. Allerdings wartete mit Marburg ein unbequemer Gegner, der es Ge-Rey von Beginn an schwer machte. „Unsere Set-Plays klappten besser, aber die Marburger konnten trotz eines kleinen Kaders schnell umschalten und unserer Offense Druck machen. Dazu machten wir wieder zu viele persönliche Fehler und haben uns schwergetan, nach gewonnenen Defenses die Punkte zu verwandeln“, erinnerte sich Leinauer an die knappe 12:15-Niederlage.
Umso entschlossener trat Ge-Rey dann aber im letzten Spiel gegen „Frank N“ an. Wir waren von Anfang an da und heiß darauf, zum Schluss noch einen Sieg zu holen“, berichtet Michael Leinauer. Demzufolge startete das Team mit einem Break (gewonnene Defense und erfolgreiche Offense) ins Spiel und war durch den guten Start „wie beflügelt“. „Unsere Offense hat im ganzen Spiel alles gefangen und wir haben nur einen Wurf im letzten Punkt verworfen, den wir uns aber gleich wieder geholt haben. Unsere Defense hat bis zum Schluss Gas gegeben und wir haben die Punkte verwandelt“, freut er sich über den abschließenden 15:11-Erfolg.
In der Endabrechnung stehen für Ge-Rey demnach zwei Siege und drei Niederlagen zu Buche, wodurch in der Endabrechnung der vierte Platz heraussprang. Allerdings trat das Team gegen die Top-8 der Liga gar nicht an, da die DM Corona-bedingt in zwei Hälften geteilt wurde. Demnach freut sich das Frisbee-Team umso mehr auf die kommende Saison, in der wieder ganz regulär alle Teams aufeinandertreffen und es im Ligabetrieb wieder Auf- und Absteiger geben soll. „Das letzte Spiel hat uns gezeigt, dass wir weiter in die erste Liga gehören. Wir müssen noch unsere Fehler abstellen und unsere Offense ausbauen, aber wir blicken zuversichtlich in die neue Saison. Die wird geil“, ist sich Leinauer schon jetzt sicher.

Geretsrieder Leichtathleten glänzen bei den Bayerischen Mehrkampfmeisterschaften – Xaver Seelos gewinnt Gold im Zehnkampf

Im Rahmen der Bayerischen Meisterschaften in Pfaffenhofen wurden die vielseitigsten Leichtathleten im Freistaat gesucht. Mit dabei waren auch Xaver Seelos und Julian Meyer. Die TuS-Athleten konnten sich im Vorfeld bei ihren jeweils ersten Zehnkämpfen überhaupt qualifizieren und gingen dementsprechend mit Vorfreude in zwei anstrengende und ereignisreiche Wettkampftage.

Die äußeren Umstände waren perfekt, sodass beide Sportler von Beginn an ihre Leistungen abrufen konnten: „Das Wetter hätte besser nicht sein können. Obwohl ferienbedingt nicht so viel Zeit für die Vorbereitung war, zeigten sich beide in einer super Form. Im Vorfeld haben wir uns auf die ausgemachten Schwachpunkte konzentriert, weil wir da überzeugt waren, schnell Fortschritte machen zu können“, erklärte der Geretsrieder Coach Mirko Nauman.
Zunächst stand jedoch der 100-Meter-Sprint an, der für die TuS-Athleten zur Routine zählt. Der 23-jährige Julian Meyer erwischte dabei gleich den so wichtigen guten Start und stellte in 11,81 Sekunden eine neue Saisonbestleistung auf. „Die 100 liefen super, gefühlt bin ich geflogen“, freute sich der Mehrkämpfer. Sein sieben Jahre jüngerer Teamkollege Xaver Seelos startete mit einer persönlichen Bestzeit von 11,94 Sekunden ebenfalls stark und fand sich damit auf Rang zwei wieder. Beim Weitsprung lieferten sich die beiden Mannschaftskameraden sozusagen ein Zielspringen, bei dem Meyer bei 5,87 und Seelos bei 5,86 Metern landete. Weiter ging es mit dem Kugelstoßen, bei dem Xaver Seelos seine persönliche Bestleistung mit 10,61 Metern einstellen konnte. „Nach unserem gemeinsamen Kugeltraining habe ich mit sogar noch ein wenig mehr erwartet“, zeigte sich der 16-Jährige nicht ganz zufrieden. Mit einer tollen Steigerung auf 10,97 Meter im letzten Versuch präsentierte sich sein Kollege hingegen erleichtert. „Die ersten beiden Stöße waren nicht so gut, der letzte fühlte sich super an und flog auch gut“, freute er sich. Diesen Schwung transportierte der 23-Jährige gut in den Hochsprung mit rein, der im Training zur Wackeldisziplin wurde. „Es ging mit in erster Linie darum, mich wieder über die Latte zu trauen“, erklärte er. Dies gelang ihm mit 1,66 Meter schlussendlich sehr gut „Er bekam seine Aufregung gut in den Griff. Nachdem im Training nicht viel zusammenging, konnte er den Wettkampf mit Bestleistung und dem Wissen, dass auch noch mehr drin ist, abschließen“, freute sich Trainer Naumann. Für Xaver Seelos zählt der Hochsprung hingegen zu seinen Parade-Disziplinen. Mit übersprungenen 1,73 Meter zeigte er sein Sprungtalent und erzielte die größte Höhe in der U-18-Klasse. Mit den 400-Meter-Läufen endete der Samstag für beide erfolgreich. Als Spezialist für die Stadionrunde stellte Meyer in 52,16 Sekunden die drittschnellste Zeit in der Männer-Klasse auf. Dabei haderte er nur ein wenig damit, dass er aufgrund der kaputten Bahn auf die ungeliebte Innenbahn ausweichen musste. Gar keinen Grund zur Klage hatte hingegen Xaver Seelos. „Die 400 Meter waren zum Schluss sehr zufriedenstellend mit einer Bestzeit von 53,29 Sekunden“, freute er sich. Dank der starken Zeit führte der 16-Jährige die U-18-Wertung nach Tag eins sogar an. Der Sonntag begann trotz leichten Muskelkaters mit 15,95 Sekunden über 110 Meter Hürden großartig. Bei Julian Meyer wurde die Disziplin hingegen erwartungsgemäß zu einem Kraftakt. „Es lief super bis zur dritten Hürde, dann bin ich hängen geblieben, fast hingefallen und musste erst wieder rein kommen. Dann bin ich noch mal hängen geblieben und habe mich irgendwie ins Ziel gerettet“, beschrieb er den turbulenten Rennverlauf. Spannend machte er es auch beim Diskus, zumal er vor dem letzten Versuch noch keinen gültigen Wurf zustande gebracht hat. „Ich habe mich noch mal komplett gesammelt und als der Wurf gerade rausging, habe ich einen Freudenschrei losgelassen. Als der Kampfrichter dann 28,77 Meter sagte, bin ich vor Freude umgefallen“, zeigte sich der Athlet nach seiner Saisonbestleistung glücklich. Xaver Seelos ließ mit 32,08 Meter ein paar Meter im Vergleich zu seinem eigentlichen Leistungsvermögen liegen, behielt allerdings eine tolle Ausgangsposition. Mit 3,00 Meter ließ er dann aber auch im Stabhochsprung Luft nach oben, wodurch sein Vorsprung erheblich schmolz. Allerdings schlug er dann im Speerwurf mit 41,59 Meter umso beachtlicher zurück. „Damit habe ich alles wieder gut gemacht, obwohl mir die Disziplin eigentlich nicht so liegt“, freute sich der Athlet. „Die Moral war toll, dass er einen etwas enttäuschenden Stabhochsprung sensationell mit Bestleistung im Speer abschloss“, lobte Naumann seinen Schützling. Julian Meyer musste sich hingegen mit Verletzungsproblemen herumschlagen, da er sich beim Aufwärmen eine zuvor erlittene Blessur im Oberschenkel wieder bemerkbar gemacht hatte. „Das hat mich zum Minimalisieren meiner Sprünge gezwungen. Daher wurden es nur 3,20 Meter“, zeigte er sich nach dem Stabhochsprung etwas enttäuscht. Die Verletzung belastete ihn auch beim Speerwurf, zumal das lädierte Bein ausgerechnet sein Stemmbein war. „Das Stemmen war nicht möglich, deswegen musste die restliche Technik umso besser sein. Das lief dann auch ganz gut“, freute er sich über 44,31 Meter.

Als letzte Disziplin galt es nur noch die 1500 Meter absolvieren. Xaver Seelos, der nach dem klasse Speerwurf einen Vorsprung mitbrachte, konnte fast schon entspannt ins Rennen gehen. „Ich musste meine Führung nur noch ins Ziel laufen“, erinnerte er sich. Dies tat er in 4:54 Minuten souverän, wodurch am Ende tolle 5635 Punkte und der bayerische Mehrkampftitel in der U-18-Klasse heraussprangen. „Es war einfach ein mega cooles Wochenende“, freute er sich über den Erfolg. Einen sehr guten Abschluss zeigte auch Julian Meyer, der in 4:35 Minuten die stärkste Zeit aller Teilnehmer aufstellte und sich insgesamt über Rang vier und 5588 Punkte freuen konnte. „Mit drei Saisonbestleistungen, vier persönliche Bestleistungen und einer neuen Zehnkampf-Bestleistung bin ich sehr zufrieden und sehne mich nach dem nächsten Zehnkampf“, bilanzierte er. Sehr zufrieden mit seinen Athleten zeigte sich auch Trainer Mirko Naumann. „Gerade die Schnelligkeitswerte sind aktuell sehr gut, was man an den 100 Meter, den 110 Meter Hürden und den schnellkräftigen Disziplinen wie Kugel sehen konnte. Bei vielen technischen Disziplinen ist noch eine Menge Luft nach oben, was die Freude auf die neue Saison schon steigen lässt“, blickt er bereits in die Zukunft.

Großer Sportabzeichen-Tag am 25. September

Am 25. September 2021 organisiert die Leichtathletik-Abteilung von 9 bis 14 Uhr einen großen Sportabzeichen-Tag im Isarau-Stadion. Alle Mitglieder und Nichtmitglieder sind herzlich eingeladen,  kostenlos das offizielle Deutsche Sportabzeichen abzulegen.

Folgende Disziplinen können abgenommen werden:

  • 800m/ 3000m
  • Medizinball-/ Kugelstoßen
  • Weitsprung/ Standweitsprung
  • 100m/ 50m/ 30m
  • Hochsprung/ Seilsprung
  • Schleuderball/ Ballwurf

Den zusätzlich notwendigen Schwimmnachweis kann jeder Bademeister abnehmen (kann bis November nachgereicht werden).

Nutzt die Chance gemeinsam mit Freunden oder Familie, bringt Eure Kinder, Euren Mann, Eure Frau mit und messt Euch gemeinsam  an den Vorgaben des Deutschen Olympischen Sportbunds … Die Anforderungen sind altersgerecht und der Spaß steht im Vordergrund!

Wer die Anforderungen im Vorfeld schon mal nachschauen möchte, kann dies unter: https://www.deutsches-sportabzeichen.de/

Die Übungsleiter, Kampfrichter, Prüfer und Helfer der Leichtathletik freuen sich auf Euer Kommen! Die Teilnahme ist kostenlos und oftmals wird ein Sportabzeichen auch für Trainerscheine oder Ausbildungen vorausgesetzt.

Ultimate Mixed-DM: Friss die Frisbee gewinnt Drittliga-Turnier

Es war ein DM-Wochenende der anderen Art. Aufgrund er noch immer etwas komplizierten Corona-Situation gab es bei der Drittliga-Meisterschaft in der Spielklasse Mixed keine Auf- und Absteiger und zudem auch nur drei teilnehmende Teams. Das Geretsrieder Ultimate-Team „Friss die Frisbee“ ließ sich aus der ungewohnten Situation jedoch nicht aus der Ruhe bringen und zeigte, dass es während der langen Turnierpause nicht an Stärke verloren hat.

Nach dem Turniersieg von Passau am vergangenen Wochenende lief es für die Geretsrieder auch beim DM-Wochenende in München von Beginn an rund. Im Spiel gegen die Munich Mules startete das Team konzentriert und erarbeitete sich langsam aber sicher einen Vorsprung. „Wir haben die Zone, die wir vorbereitet haben, immer besser umgesetzt und konnten davon ziehen. Zwischendrin haben wir einen Gang runtergeschaltet, wodurch die Münchner noch mal auf 10:11 herankommen konnten, doch dann haben wir wieder konzentrierter gespielt und 15:10 gewonnen“, bewertete Spieler und Trainer Michael Leinauer die Partie.

15:8-Erfolg gegen die Ratisbona Eagels

Bei der zweiten und gleichzeitig auch schon letzten Partie des Wochenendes ging es gegen die Ratisbona Eagles. Das Team aus Regenheim war mit 17 Leuten angereist und hatte damit wesentlich mehr Wechselmöglichkeiten als die etwas ersatzgeschwächten Geretsrieder. „Wir hatten bedenken, dass wir nicht durchhalten, weil wir so wenige waren“, erinnert sich Leinauer. Nach einem ausgeglichenen Beginn konnte das Team aber durch eine „starke Offense und noch stärkere Defense“ mit 10:4 davon ziehen. Im Anschluss machte sich das Pensum für das zahlenmäßig unterlegene Team aber doch bemerkbar. „Man hat gemerkt, dass uns die Kräfte ausgegangen sind und die Konzentration nachgelassen hat. Die Punkte wurden länger und es gab viele Turns (Scheibenverluste)“, erklärte Leinauer. Allerdings konnten die Regensburger ihre Angriffe auch nicht so häufig durchbringen, sodass es für „Friss die Frisbee“ zu einem letztlich klaren 15:8 reichte. Wenngleich es an diesem Wochenende „nur um die Ehre ging“, hat sich das Geretsrieder Team erfolgreich auf Turnierebene zurückgemeldet.

Weiter geht es bereits am kommenden Wochenende, wenn die Erstliga-DM in der Spielklasse Open stattfindet. Nachdem die Geretsrieder und Regensburger in der Mixed-DM noch Gegner waren, werden sie dann wieder als Team Ge-Rey gemeinsam auf dem Platz stehen.

Xaver Seelos feiert starke Premiere bei den Deutschen Meisterschaften

Erst im Juni diesem Jahr hat der 16-jährige Xaver Seelos sein erstes Rennen über die 400-Meter-Hürdendistanz absolviert.

Völlig überraschend gelang dem Athleten vom TuS Geretsried in einer Zeit von 57,87 Sekunden die Qualifikation zu den Deutschen Meisterschaften. Demnach ging es für das Leichtathletik-Talent, das sich eigentlich vorrangig auf den Hochsprung und den Zehnkampf spezialisiert hat, zu den deutschen Titelkämpfen nach Rostock. Bei seinem ersten Auftritt bei einem solch großen Events, zeigte das TuS-Talent seine Nervenstärke und absolvierte einen starken Lauf. In einer Zeit von 58,10 kam er über die Hürdenstrecke knapp an seine bisherige Bestleistung heran, wenngleich sich das Wetter in Norddeutschland eher von seiner rauen Seite zeigte. „Es ließ sich im Sturm und Regen nicht so einfach laufen. Ich musste schon früh meinen Rhythmus auf der Gegengerade ändern, weil mir der Gegenwind ziemlich Probleme bereitet hat“, erklärt Xaver Seelos. Mit seinem Auftritt ist er aber dennoch zufrieden. „Eigentlich hatte ich mir eine bessere Zeit erhofft, aber bei den Bedingungen kann ich mit der Zeit zufrieden sein. Ich war ja mit der langsamsten Zeit gemeldet, aber ein paar habe ich ja dann doch hinter mir gelassen“, freut er sich. Insgesamt waren es sogar sechs Athleten aus der Elite der deutschen U18 auf dieser Strecke, die hinter Seelos zurückblieben, weshalb ein sehr respektabler 17. Platz heraussprang. Der Leichtathletik-Allrounder hat zudem beste Chancen, seine Platzierung schon im nächsten Jahr zu toppen, zumal er noch ein weiteres Jahr in der U18 antreten darf. Für diese Saison hat der Athlet, der seine bisherigen Bestleistungen in praktisch jeder Disziplin stark verbessern konnte, sein Soll ohnehin schon übertroffen, wodurch die Teilnahme eine Art Belohnung für seine Leistungen darstellte. „Es war auf alle Fälle ein cooles Erlebnis, dabei sein zu dürfen“, zeigt er sich nach seiner DM-Premiere glücklich.

Julian Meyer sichert sich BM-Quali im Zehnkampf

Was für einen Läufer der Marathon ist, ist für einen Leichtathleten der Zehnkampf. Es ist die Königsdisziplin der Sportart, weshalb auch zahlreiche Athleten das Ziel verfolgen, an einem solchen Event teilzunehmen.

Der 23-jährige Julian Meyer vom TuS Geretsried ist das Abenteuer Zehnkampf in Regensburg zum ersten Mal angegangen und fand sich am Morgen des ersten Wettkampftages in den Startblöcken wieder, ehe der Schuss für die erste Disziplin, den 100 Metern, ertönte. In einer Zeit von 11,91 Sekunden stellte Meyer auch gleich eine neue Saison-Bestleistung auf. „12,0 war das Ziel, damit war es besser als der Plan und ein guter Start in den Tag“, zeigt er sich mit dem Rennen zufrieden. Allerdings hatte der 23-Jährige im Weitsprung Probleme mit dem Anlauf und kam nicht über 5,83 Meter hinaus. Eine ordentliche Weite, jedoch nicht die erwünschten 6 Meter. Ein paar Höhen und Tiefen gibt es jedoch in jedem Zehnkampf. Schon in der nächsten Disziplin merzte der Athlet den kleinen Punktverlust mit starken 10,44 Meter im Kugelstoßen wieder aus. „Das war deutlich über meinem Ziel von neun Metern. Also wieder Punkte gutgemacht“, freut er sich. Dies war auch durchaus wichtig für Meyer, da es beim Hochsprung mit überquerten 1,65 Meter nicht nach Plan lief. „Beim Einspringen bin ich noch locker über die 1,70 gekommen. Zur Sicherheit habe ich bei 1,59 angefangen und die Höhen mit ordentlich viel Luft übersprungen. Dann bin ich aber bei 1,71 leider nicht mehr richtig abgesprungen“, ärgert er sich. „Man muss sich ja aber auch noch für die kommenden Disziplinen Luft nach oben lassen“, erklärt er augenzwinkernd. Gesagt getan: Über 400 Meter lief er die beste Zeit aller Teilnehmer und verbesserte seine Saisonbestleistung auf 51,60 Sekunden. „Ich bin die ersten 200 Meter um 1,5 Sekunden schneller angegangen als geplant. Dann habe ich es rollen lassen und mit einem kleinen Endspurt nochmal Meter auf die Konkurrenz herausgeholt“, schildert der 400-Meter-Spezialist. Allerdings wusste der Athlet nach einem erfolgreichen ersten Tag auch schon, dass der nächste Tag mit seiner Wackel-Disziplin, den 110 Meter Hürden beginnt. „Unversehrt ankommen und sich nicht verletzen war das Hauptziel und wenn dann noch eine Zeit unter 20 Sekunden herauskommt bin ich glücklich“, nahm er sich vor. Der TuS-Athlet hielt sich schadlos und kam mit einer Zeit von 18,46 deutlich unter der 20-Sekunden-Marke ins Ziel. Weiter ging es beim Diskus-Wurf und damit einer Disziplin, die Meyer im Vorfeld nur selten trainieren konnte. Nach zwei Würfen aus dem Stand riskierte der 23-Jährige im dritten Versuch und wechselte auf die Dreh-Technik. „Das Risiko wurde mit zwei Metern mehr belohnt“, zeigt er sich mit seinen 28,04 Metern zufrieden. Ein wenig brenzlig wurde es beim Stabhochsprung, wo der Athlet immer wieder zweite und dritte Versuche in Angriff nehmen musste. Allerdings kämpfte er sich durch den Wettbewerb und überquerte schließlich die 3,40 Meter. Erst im Anschluss war nach 18 absolvierten Sprüngen die Luft raus. In der vorletzten Disziplin, dem Speerwurf, hatte der Athlet mit technischen Problemen zu kämpfen, wenngleich mit 36,04 Metern dennoch eine gute Weite heraussprang. „Alle Würfe waren gültig, aber viel zu hoch. Den mit Abstand höchsten Wurf hatte ich in der Tasche, nur bringt das leider nichts“, hadert er. Dennoch reichte die Weite, um das ausgeschriebene Ziel, die Qualifikation für die Bayerischen Meisterschaften, vorzeitig zu meistern. Demnach konnte er über die 1500 Meter befreit auflaufen. „Es war für mich der erste Lauf über diese Distanz. Deswegen habe ich mich mit einem zusammen getan, der 4:30 bis 4:40 laufen wollte, aber man weiß ja nie, was nach neun anstrengenden Disziplinen passiert. Am Ende bin ich mit 4:33 Minuten eine tolle Zeit gelaufen“, freut er sich. Nach Ablauf der zehn Disziplinen standen 5446 Punkte auf dem Tableau, womit er seine Erwartungen deutlich übertroffen hat. „Ich bin sehr zufrieden mit meinem ersten Zehnkampf. Klar ist noch Luft nach oben, aber nach der kurzen Vorbereitung ist das Ergebnis sehr zufriedenstellend“, freut er sich. „Jetzt ist erstmal ein wenig Pause, ehe ich in Hinblick auf die Bayerischen Meisterschaften vor allem Wurf trainieren werde“ kündigt er an.

Rang eins beim Mehrkampf-Meeting in Bad Endorf: Xaver Seelos meistert Feuertaufe „Zehnkampf“

Der Zehnkampf gilt als Königsdisziplin der Leichtathletik und stellt selbst erfahrene Leistungssportler vor ziemliche Herausforderungen. Dies ist nicht weiter verwunderlich, zumal die Athleten zehn verschiedene Disziplinen meistern müssen, zu denen auch technisch extrem herausfordernde Bewegungsformen, wie der Stabhochsprung oder der Diskuswurf gehören. Xaver Seelos hat die Challenge „Zehnkampf“ nun im Alter von 16 Jahren zum ersten Mal miterlebt. Der vielseitige Leichtathlet startete beim Mehrrkampf-Meeting in Bad Endorf und gewann den Wettbewerb der U-18-Klasse mit deutlichem Vorsprung.

Schon in der ersten Disziplin glänzte das Geretsrieder Talent mit einer Zeit von 12,03 Sekunden über 100 Meter. Seine bisherige Bestmarke aus dem Vorjahr unterbot er damit um fast eine Sekunde. Ebenso deutlich fiel seine Steigerung im Weitsprung aus, wo er mit 5,89 Meter dicht an die 6-Meter-Marke herankam. „Damit hat er sich um fast einen Meter verbessert und sein Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft“, so Trainer Mirko Naumann. In der dritten Disziplin, dem Kugelstoßen, gelang ihm als einzigen U-18-Athlet mit 10,61 Metern ein Stoß über die 10-Meter-Marke. Mit übersprungenen 1,80 Meter im Hochsprung knüpfte der Athlet nahtlos an seinen tollen Start in den Wettbewerb an. Nachdem er bei den Oberbayerischen Meisterschaften noch an der 1,74-Meter-Marke gescheitert war, verhalf ihm eine Technik-Korrektur zu neuen Höhenflügen. Am Ende des Tages stand noch die anstrengende 400-Meter-Distanz auf dem Programm. Nachdem sich der 16-Jährige in der Vorwoche die DM-Norm auf der 400-Meter-Hürden-Strecke sichern konnte, zeigte er auch über die Flachdistanz, dass ihm die Stadionrunde einfach liegt. In einer Zeit von 53,72 Sekunden lief er ein starkes Rennen und distanzierte die Konkurrenz um mehrere Sekunden. „Das war ein grandioser erster Tag mit fünf persönlichen Bestleistungen“, freut sich Naumann. Der zweite Wettkampftag begann im Nieselregen mit dem 110-Meter-Hürden-Rennen. Mit seiner Zeit von 16,33 Sekunden konnte der TuS-Athlet sehr zufrieden sein, wenngleich er seine eigene Bestleistung erstmals knapp verpasste. „Nach dem fünf Disziplinen am Vortag war das dennoch super“, befand Trainer Naumann. Allerdings war sich der TuS-Coach zu diesem Zeitpunkt auch im Klaren, dass noch drei Disziplinen anstanden „wo wir wussten, dass es noch nicht so gut wird, weil wir sie noch nicht oft trainieren konnten. Nichtsdestotrotz hielt Xaver Seelos sein hohes Niveau nahezu und warf den Diskus auf 30,18 Meter. Sehr bravourös meisterte er auch die schwierigste Challenge, den technisch sehr anspruchsvollen Stabhochsprung, indem er 3,10 Meter überquerte. „Das war schon sehr passabel und vor allem noch ausbaufähig“, ist auch der Coach nach dem ersten Stabhochsprung unter Wettkampfbedingungen des Athleten zufrieden. Nachdem er beim Speerwurf 34,94 Meter erzielen konnte stand nur noch der 1500-Meter-Lauf auf dem Programm. Wie in den vorherigen Disziplinen war der 16-Jährige seinen Konkurrenten überlegen und lief in einer Zeit von 4:55 als erster ins Ziel. „Der Lauf war leider wieder in der Hitze. Die Mitstreiter haben frühzeitig abreißen lassen, sodass er alleine laufen müsste. Mit einer Zeit von unter fünf Minuten war das dennoch ein passables Rennen“, erklärt Naumann. Am Ende reichte es für den Mehrkämpfer mit 5.510 Punkten zum souveränen Sieg, womit er auch das erklärte Ziel, die BM-Quali zu meistern, um 700 Zähler übertraf. Unter dem Strich bleibt ein sehr guter Wettkampf mit grandiosen Ausreißern nach oben und ohne wirklichen Ausreißern nach unten. Die Feuertaufe „Zehnkampf“ hat der TuS-Sportler damit mit Bravour bestanden.

Leichtathleten vom TuS Geretsried glänzen mit zahlreichen Medaillen bei den Oberbayerischen Meisterschaften

Wenn am Ende des Wochenendes jeder Athlet mit mindestens einer Medaille zurückkehrt, dann ist schon mal vieles richtig gut gelaufen. Die Leichtathleten vom TuS Geretsried zeigten bei den Oberbayerischen Meisterschaften in Erding für eine geschlossene Mannschaftsleistung und waren für Überraschungen und Spitzenresultate gut.

Wie ein Blitz aus heiterem Himmel setzte Xaver Seelos in seinem ersten 400-Meter-Hürden-Rennen überhaupt eine grandiose Zeit in die Bahn. Der 16-Jährige absolvierte die Runde in ein einer Zeit von 57,87 Sekunden, womit er das Rennen nicht nur gewann, sondern sich auch für die Deutschen Meisterschaften qualifizierte. „Wir wussten, dass er sehr gut Hürden laufen kann, das hat er über die 110 Meter schon gezeigt – und auch die Kondition stimmte. Eine tolle Vorstellung“, freut sich Trainer Mirko Naumann. Bei einem solchen Auftritt lässt sich schon mal verdauen, dass es im Hochsprung nicht ganz nach Plan lief. Nach übersprungenen 1,69 Meter scheiterte er an 1,74 Meter knapp. „Leider stimmte der Anlauf noch nicht, deswegen war die Höhe heute noch nicht drin“, erklärt Naumann. Besser lief es wiederum beim Diskus-Werfen, eine Disziplin, die er in erster Linie als Vorbereitung für den Zehnkampf bestritt. Mit Rang fünf und der Qualifikation für die Bayerischen Meisterschaften, gelang ihm ein weiteres sehr beachtenswertes Resultat.

Teamkollegin Lara Holzhauer startete gleich zweimal über die 400-Meter-Hürden-Strecke. Am Samstag belegte sie in der U-20-Klasse mit einer Zeit von 64,77 Sekunden den ersten Rang, wenngleich aufgrund fehlender Konkurrenz vor allem die Zeit und der Lauf selbst im Vordergrund stand. „Leider ist sie alleine gestartet und ist etwas zu schnell angegangen. Nach 200 Meter hat sie die Hürde eines neben ihr startenden MU20-Läufers in die Bahn bekommen. Die Zeit war demnach unter den Erwartungen“, resümiert Naumann. Allerdings gelang ihr am Sonntag eine deutliche Steigerung auf 63,55 Sekunden, womit sie in der Damen-Klasse Rang zwei belegte. „Der Lauf war deutlich besser. Sie hat langsamer begonnen, ist aber dafür besser durchgelaufen“, freut sich der TuS-Coach über die Leistungssteigerung.

Ein deutlicher Aufwärtstrend ist auch bei 400-Meter-Läufer Julian Meyer zu erkennen. Der 23-Jährige steigerte sich über die Stadionrunde im Vergleich zum ersten Saisonwettkampf klar und belegte in 53,24 Sekunden Rang drei. „Damit hat er die B-Quali für die Bayerischen Meisterschaften geholt. Die Formkurve zeigt nach oben“, so Naumann zufrieden. Ganz nach oben aufs Treppchen ging es für ihn hingegen mit der 4 mal 100 Meter Staffel, bei der er mit der Startgemeinschaft Ammer-Isar-Loisach in 44,28 Sekunden ins Ziel kam.Beachtlich war zudem sein erster Auftritt beim Dreisprung, bei dem er mit 12,37 Metern Rang vier belegte.

Ebenfalls im Dreisprung trat Alessa Buhl an. Mit 10,03 Meter gewann sie in der U18-Klasse, wenngleich sie 20 Zentimeter hinter ihrer Bestweite blieb. Probleme offenbarte sie dabei erneut beim Absprung, wo sie etwa 30 Zentimeter verschenkte. In Hinblick auf die Bayerischen Meisterschaften Mitte Juli ist hier mit Sicherheit noch einiges an Potenzial versteckt.

Einen tollen Auftritt legte auch 3000-Meter-Läuferin Franziska Dempwolf hin. Mit einer Zeit von 10:55 Minuten konnte sie ihre Bestleistung um 15 Sekunden pulverisieren und belegte den zweiten Rang in der U20. “Sie hat die 7,5 Runden wie ein Uhrwerk abgespult“, zeigt sich auch der Coach begeistert.

Riesen Zuspruch: 663 Teilnehmer beim Virtueller Stadtlauf

Ein Dank mit 663 Ausrufezeichen: Der Virtuelle Stadtlauf ist mit riesigem Zuspruch zu Ende gegangen. Wir bedanken uns bei insgesamt 663 Teilnehmern, die gemeinsam 3599 Laufkilometer zurückgelegt haben!

Mit der Benefiz-Aktion haben wir vier Wochen lang die Freude an Bewegung gefördert und außerdem Handel, Gastro und Kultur in der Corona-Pandemie unterstützt. [Weiterlesen…] ÜberRiesen Zuspruch: 663 Teilnehmer beim Virtueller Stadtlauf